Bluthochdruck: Warum der „stille Killer“ so gefährlich ist | mit Priv.-Doz. Dr. Thomas Weber

Shownotes

In der ersten Folge von „Medizin bewegt“ sprechen Kerstin Pindeus und Renate Gruber mit Priv.-Doz. Dr. Thomas Weber, stellvertretender Leiter der Abteilung für Innere Medizin II, Kardiologie und Intensivmedizin am Klinikum Wels-Grieskirchen. Er erklärt, warum Bluthochdruck als „stiller Killer“ bezeichnet wird, wie man ihn frühzeitig erkennt und weshalb regelmäßiges und richtiges Blutdruckmessen so wichtig ist.

Außerdem geht es um Herzinsuffizienz: Wie entsteht eine Herzschwäche? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und was können Patient*innen selbst tun, um ihre Lebensqualität zu verbessern?

In dieser Folge erfahren Sie unter anderem:

  • Welche Folgen dauerhaft erhöhter Blutdruck haben kann
  • Wie Bluthochdruck richtig erkannt und gemessen wird
  • Welche Blutdruckwerte Sie kennen sollten
  • Wie Bluthochdruck und Herzinsuffizienz zusammenhängen
  • Wie Herzinsuffizienz diagnostiziert und behandelt wird
  • Welche Rolle Bewegung, Ernährung und die richtige Medikamenteneinnahme spielen
  • Welche persönlichen Gesundheitswerte Sie im Blick behalten sollten

Jetzt reinhören und erfahren, warum es sich lohnt, die eigenen Werte zu kennen und frühzeitig auf die Gesundheit des Herzens zu achten.

„Medizin bewegt“ ist der Gesundheitspodcast des Klinikum Wels-Grieskirchen. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat.

Zur Website: https://www.klinikum-wegr.at/de

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen bei Anmedizin

00:00:04: bewegt,

00:00:04: dem Podcast des Klinikum Welzkris Kirchen.

00:00:07: Als größtes Ordensspital Österreichs steht das Klinikum für Spitzenmedizin in vertrauensvoller Atmosphäre.

00:00:14: In diesem Podcast geben wir Einblicke in die Welt der modernen Medizin und sprechen mit Expertinnen und Experten aus unseren Fachbereichen über häufige Erkrankungen, Prävention, Früherkennung und innovative Behandlungsmöglichkeiten.

00:00:28: Außerdem greifen wir Fragen auf, wie viele Menschen beschäftigen und zeigen, wie ein gesunder Lebensstil gelingen kann.

00:00:34: Wir sind Kerstin Pindeos

00:00:36: und Renate Kuba.

00:00:37: Schön, dass Sie heute dabei sind!

00:00:43: Herzlich willkommen zur ersten Folge von Medizin bewegt.

00:00:47: Wir sprechen heute mit Privato-Zent Dr.

00:00:49: Thomas Weber über ein Thema das sehr viele Menschen betrifft – Bluthochdruck.

00:00:55: Dr.

00:00:55: Thomas Weber ist stellvertretender Leiter der Abteilung für Innere Medizin II, Kardiologie und Intensivmedizin – und er ist auch Passpräsident der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie.

00:01:05: Herzlich willkommen Herr Dozent Weber!

00:01:07: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:09: Herr Dozenz, Sie gelten als der Blutdruck-Experte und werden uns heute erklären warum Bluthochdruck als stiller Killer bezeichnet wird und wie Menschen mit Herzinsuffizienz ihre Lebensqualität bewusst beeinflussen können?

00:01:22: Wir freuen uns, dass Sie zuhören.

00:01:23: Herzlich willkommen bei Medizin bewegt!

00:01:26: Herr Dozent.

00:01:26: Dr.

00:01:27: Weber stellen sie sich bitte kurz persönlich vor.

00:01:30: Seit wann sind Sie im Klinikum Welskeskirchen tätig und was sind Ihre Spezialgebiete?

00:01:35: Also mein Name ist Thomas Weber.

00:01:37: ich bin seit über thirty-fünf Jahren am Klinikum Welsgeskirche und seit gut twenty fünf Jahren an der Kardiologie.

00:01:45: Mein Arbeitsgebiet klinische Kardiologie, also den gesamten Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen.

00:01:53: Ich stehe auch im Herzkadetalabor durch Herz-Granzgefäße untersuchen und auch intervenieren.

00:01:58: Und als Schwerpunkte haben sich so in den letzten Jahren sowohl die Herzschwäche als auch die Hypertonie

00:02:04: herauskristallisiert.".

00:02:06: Die Ursache war wahrscheinlich weil wenn man viele kranke Menschen behandelt fragt man sich ja warum bekommen sie diese Erkrankung?

00:02:13: Und da ist heute die Hypotonie eine ganz wichtige Ursache!

00:02:16: Daher war die Überlegung, sich dem Thema ein bisschen genauer zu widmen sowohl wissenschaftlich als auch in der Klinik.

00:02:23: Wir haben ja eine Spezialabteilung und Spezialambulanz hier relativ naheliegend für mich.

00:02:28: Wie hat sich denn die Abteilungen den letzten zwei, drei Jahrzehnten weiterentwickelt?

00:02:33: Wofür steht sie heute?

00:02:34: Die Kalilogie in Wales ist einer der größten Herzabteilungen in Österreich Und es ist eine Schwerpunktabteilungszeit für eigentlich alle Herzen Probleme.

00:02:46: außer Herztransplantationen wird im Klinikum eigentlich alles an Herzerkrankungen und Eingriff gemacht.

00:02:53: Besondere Schwerpunkte hier haben wir sicher bei der Korinan-Herzerkrankung, bei den Durchblutungsstörungen sprich die Behandlung eines Herzinfarkts oder auch chronischer Probleme bei der Handlung von herzklappen Erkrankungen auch interventionell das heißt mit einem Katheter über die Leiste.

00:03:09: Bei Abklärung und Behandling von Herzschwäche was ist eines meiner Schwerpunkt?

00:03:15: Die Hypertonie ist ein großer Schwerpunkt und natürlich die Herz-Rhythmostörungen nicht zu vergessen, die ja immer sowohl Täter als auch Opfer sind.

00:03:24: Sowohl für die Herzerkrankungen zur Rhythmostörung als auch umgekehrt.

00:03:28: Dann die Herzmuskelerkrankungen gehen wir mehr in den Bereich der Herzschwäche hinein – die Myocarditis, die wir auch diagnostizieren können indem wir kleine Proben aus dem Herzmuskeln herauszwicken völlig schmerzlos und auch dementsprechend behandeln.

00:03:42: Gerade in der letzten Zeit gab es da sehr erfreuliche Fälle, die endokatitis Entzündungen der Herzklappen – Sie sehen schon!

00:03:48: Und dort.

00:03:48: dann haben wir noch die Intensivmedizin, die auch zu unserer Abteilung dazu gehört also die Herzintensiv-Medizin, beabringt sie als bei einer Lungenentzündung zum Beispiel die Blutwäsche, bei Nierenversagen oder auch bei neurologischen Erkrankungen.

00:04:04: Also Sie sehen ein breites Spektrum, das einem hier geboten wird.

00:04:09: Wir sprechen heute über Bluthochdruck.

00:04:11: Jeder vierte ist in Österreich vom Blut-Hochdruck betroffen, was versteht man darunter?

00:04:16: Wie kann man sich das vorstellen, was passiert da im Körper genau?

00:04:20: Der Blutdruck selbst ist eigentlich eine physikalische Messgröße und es ist ja noch keine Krankheit wie die Körpertemperatur Oder das Gewicht.

00:04:28: Das kann man messen mit einer Blutdruckmanschette oder bei einem Katheter, wenn man reinfährt.

00:04:31: Der Bluthochtuck würde bedeuten dieser Blutduck ist zu hoch und wenn der Blut druck so hoch ist dann wird mit jedem Herzschlag eine zu starke Kraft auf die Gefäßwände ausgeübt.

00:04:41: Es ist wie wenn sie eine Tür statt leise zuzumachen immer zu knallen.

00:04:45: Wenn Sie das über viele Jahre lange Zeit machen wird es schon nie kaputt Einfach Materialermüdung.

00:04:50: und auch das ist ein Teil der Erklärungen, warum der Blutdruck über viele Jahre eben zu Gefäßschäden, zu Organschäden also Herz, Gehirn, Nieren führen kann.

00:05:02: Also Bluthochtrub gilt als Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen?

00:05:07: Welche sind denn das zum Beispiel konkret?

00:05:09: Beginnens vom Herzen, ich bin heute Kardiologe.

00:05:12: Ist das eine sicher die Herzschwäche?

00:05:14: Aber das andere auch die korralare Herzerkrankung,

00:05:17: d.h.,

00:05:17: durch Blutungsstörungen.

00:05:18: Wenn ich die Gefäße in einem zu starken Stress unterziehe, dann kommt es leicht dazu eben diesen Fetteinlagerungen, Cholisterineinlaggerungen und Verkalkungen, die dann letztlich durch Bluttungsstörung bis zum Herzinfarkt auslösen.

00:05:30: Aber auch für Herzrhythmostörungen wie das Vorhoff-Flimmern ist der bluthochdruck die häufigste Ursache Die anderen Organe, nicht weniger wichtig natürlich.

00:05:44: Das Gehirn-Schlaganfall auch da ist der Bluthochdruck.

00:05:46: Der wichtigste Risikofaktor aber auch für die Demenz, die ja auch so ein Thema ist das im zunehmenden Begriff mit und das uns in der Gesellschaft große Probleme bereitet.

00:05:55: Auch dafür sind diese sogenannte vascularen Demenz also die Schäden, die durch den Blut Hochtruck hervorgerufen haben sicherlich... eine der wichtigsten Ursachen.

00:06:05: Und nicht zuletzt natürlich auch die Nierenschwäche, auch das spielt eine große Rolle.

00:06:09: Auch da ist der Bluthochdruck eine der wichtigen Risikofaktoren letztlich bis hin zur Notwendigkeit einer Blutwäsche also bis hin zu notwendig einer

00:06:17: Tierlüse.".

00:06:18: Sie haben es kurz angesprochen, Bluthofdruck kann also auch zu einer Herzinsuffizienz führen?

00:06:23: Ja genau!

00:06:24: Das ist wieder schlicht und einfach eine Art Überlastung weil eben das Herz erzeugt ja den hohen Blutdruck oder den Blutdruck an sich und natürlich auch den hohen Blutduck, das heißt es muss sich zu sehr anstrengen.

00:06:36: Und das pumpt dann gegen die Gefäße und wenn der Blut druck lange Zeit erhöht ist werden sie immer steifer.

00:06:41: Das ist dieses berühmte Gummiringel-Effekt.

00:06:43: Wenn ich ein Gummeringeln immer aufdehne und dem macht das Millionen Mäude, haben wir jetzt irgendwann einmal Spröde.

00:06:48: Unsere Gefäse werden nicht spröde und reißen nicht oder Gott sei Dank sehr selten aber Sie wären steif!

00:06:53: Und dann ist auch wieder Stärke fürs Herz sozusagen diese Arbeit zu leisten und letztlich kommt es dann zu einer Herzschwäche, zu einer Hertzinsuffizienz.

00:07:01: Sie machen ja auch immer wieder darauf aufmerksam täglich Blutdruck zum Essen?

00:07:06: Warum ist es so wichtig auf die Bluttdruckwerte zu achten?

00:07:10: Also der Blut druck ist eine sogenannte stille Killer.

00:07:13: Killer daher, weil das weiß man heute auf der ganzen Welt.

00:07:16: Das gilt ja nicht nur für Österreich ist der Bluthochdruck tatsächlich die häufigste Ursache für frühzeitiges Sterben.

00:07:23: mittlerweile wissen wir den WHO hat es Unter anderem bekannt gegeben, wenn Sie in Mitteleuropa wohnen und haben Bluthochduk, leben sie zwei Jahre kürzer.

00:07:30: In anderen Weltgegenden sind sogar vier Jahre, die sich nur wegen hohem Blutdruck kürzereben.

00:07:35: Aber das ist der Killer!

00:07:36: Aber still?

00:07:36: Warum still?

00:07:37: Blut-Hochduk macht ja über viele Jahre gar keine Symptome oder keine spezifischen Symptomen so dass irgendjemand dran denken würde okay ich habe vielleicht hohem blutduck.

00:07:46: man kann es eigentlich nur durch eine Messung feststellen und diagnostizieren und dann entsprechend reagieren.

00:07:54: Wie kann man denn diesem stillen Killer nun auf die Spur kommen?

00:07:57: Wie lässt sich Bluthochdruck vermeiden und ob wanns halt mal unbedingt verstärkt Augenmerk drauf liegen?

00:08:02: gibt es so bestimmte Werte auch das Alter.

00:08:06: Es ist ja heute immer wichtiger, dass man selbst Verantwortung für seine Gesundheit und für sein Leben übernimmt.

00:08:11: und da es ist klar, dass jeder Erwachsene seinen Bluto kennen sollte.

00:08:15: Man sollte ihn einmal im Jahr messen oder messen lassen – auch beim Hausarzt Und wenn er normal ist, dann in einem Jahr wieder messen und einfach kontrollieren.

00:08:25: Wenn er erhöht ist, da muss man dem schon näher nachgehen und das wird der Hausarzt nicht die richtigen Wege leiten, ob man selber misst, da müssen wir geschult werden wie man das machen soll oder eine vierundzwanzig Stunden Messung macht.

00:08:35: Ob der Hausarsch den öfter misst gibt es verschiedene Möglichkeiten aber es ist einfach die Messung entscheidend.

00:08:41: daher ist es auch ganz entscheidende dass man ein Messgerät verwendet, das ausreichend überprüft ist, wir sagen validiert ist der medizinische Terminus, da würde ich idealerweise im Haus aus sprechen.

00:08:54: Es gibt Websites wo man nachschauen kann ob die wirklich überprüft sind?

00:08:59: Die meisten Geräte zumindest in anderen Ländern die überprüfen werden.

00:09:03: Die die im Handel erhältlich sind sind nicht überprüfte.

00:09:06: traurigerweise also man soll schon ein korrektes gerät nehmen.

00:09:10: Die Messfehler können sonst sehr groß sein.

00:09:12: Und zum Thema Messfehler, man muss den Blutdruck auch in einem Art Standard messen.

00:09:17: Also nicht irgendwie ist ... Man muss sich vorher hinsetzen.

00:09:20: fünf Minuten ein bisschen früher hat man gesagt eine Zeitung lesen heute wird man vielleicht am Handy spielen oder ein bisschen Fernsehen und wenn wir zur Ruhe gekommen sind dann den Bluttdruck zweimal hintereinander messen.

00:09:34: Lassen Sie uns noch über das Thema Herzinsuffizienz sprechen.

00:09:37: Was versteht man unter Herzinsufficient?

00:09:40: Wie kann es dazu kommen?

00:09:42: Herzensuffizient keine spezifische Erkrankung, sondern quasi ein Komplex von Symptomen.

00:09:48: Wo das Herz einfach nicht mehr ausreichend in der Lage ist eine gute Durchblutung oder eine ausreichende Durchbluttung zunächst bei einer Belastung da auch in der Ruhe oder Organe im Körper der Muskeln und in den Organen zu gewährleisten.

00:10:01: Das ist so der Sammelbegriff und darunter verbergen sich jetzt ganz unterschiedliche Entitäten eigentlich unter.

00:10:09: Eines der Dinge, die wir hier am Klinikum an der Cardiologie machen.

00:10:12: Aber natürlich machen es auch andere Ärzte, ist aber herauszufinden was ist denn eigentlich Schuld an der Herzschwäche?

00:10:18: Es können durch Blutungsstörungen sein.

00:10:20: das ist bei uns in Mitteleuropa eine sehr häufige Folge also eine Folge eines Herzinfarkts wo eine große Narbe entsteht.

00:10:25: Es können Herzglaubenerkrankungen sein noch da ist eben großer Schwerpunkt bei uns.

00:10:31: Es kann eine angeborene Neigung zu einer Herzmuskel-Schwäche sein, es kann eine Herzmuskelenzündung sein die dann letztlich auch vernapft und zu einer Erzmuskelschwäche führt.

00:10:40: Und es gibt auch eine andere Form der Herzemuskelschweche wo eigentlich nicht die Pumpe des Problems ist sondern dass sich das Herz... da werden Substanzen ins Herz eingelagert und es kann sich nicht entfalten und wenn sich das herz nicht füllen kann, können sie sich natürlich nicht ausreichend entleeren.

00:10:54: Da gibt's auch wieder spezifische Formen wo es eine eigene Diagnose bedarf und dann auch einer spezifischen Therapie, die sich in den letzten zehn Jahren ganz fantastisch mit neuen Möglichkeiten für uns ergeben hat.

00:11:08: Wie sieht denn die Betreuung von Menschen mit Herzinsuffizienz aus?

00:11:11: Wann werden die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus betreut und ob wann übernimmt der Hausarzt?

00:11:17: Also das ist ganz wichtig dass hier alle sollen oder alle Partner zusammenarbeiten, sei es der Hausarzt, der Facharzt und das Krankenhaus.

00:11:26: Sondern für die Erstdiagnose ist es sehr häufig günstiger, das in einem Krankenhaus zu machen.

00:11:31: Meistens sind auch eine Herzkadee-Untersuchung erforderlich.

00:11:34: Meisten sind komplexere Untersuchungen wie eine Herzmr erforderliche andere Dinge, spezielle Blutuntersuchungen, Schluckultraschall bis man heute eine genaue Diagnose erstellt hat.

00:11:45: Die Behandlung selbst ... wird auch häufig im Krankenhaus begonnen, aber allerdings dann ist es ja auch eine Dauertherapie zumindest über Jahre.

00:11:53: Wenn vielleicht noch länger und dann ist erforderlich natürlich dass die Kollegen in niedergelossenen Bereichen Kontrollen machen, die Medikamente aufdrossieren.

00:12:02: also müssen alle zusammenarbeiten.

00:12:03: was wir noch machen hier im Klinikum und das machen schon andere Kategorien in Österreich Wir schulen die Patienten jetzt wieder im Sinne dessen dass man selber Verantwortung für seine Erkrankung übernehmen kann wie es ist mit dem Gewicht, wie es im Blutdruck, wie sie sich mit der Ernährung Sorgen machen muss.

00:12:22: Und wir sehen die Patienten auch hier quasi im Zentrum immer wieder mal weil es gibt ja auch immer wieder wichtige Weichenstellungen zu treffen im Rahmen so einer Erkrankung.

00:12:33: Wird sie besser?

00:12:33: Wird Sie nicht besser?

00:12:35: Wenn sie besser wird, ist gut!

00:12:37: Muss man andere Dinge tun, muss man eine Kathetereingriff machen.

00:12:40: Braucht man einen speziellen Herzschrittmacher zum Beispiel?

00:12:43: Also alle diese Dinge laufen eigentlich gut in einer Zusammenarbeit.

00:12:46: Das Klinikum Welzkreskirchen ist ja eine zertifizierte Herzinsuffizienz-Schwerpunktklinik.

00:12:52: Was bedeutet das für Ihre Patienten?

00:12:54: Was bedeutet es aber auch für Sie und Ihr Team?

00:12:57: Um mit der zweiten Frage zu beginnen, das bedeutet ein spannendes und erfülltes Arbeiten weil wir sehr häufig Erfolge sehen und das ist natürlich sehr erfreulich nicht für die Patienten sondern auch für uns.

00:13:07: Für die Patienten bedeutet es, dass sie eigentlich an einem Zentrum im Grunde wie gesagt außer der Herztransplantation alle Möglichkeiten haben und auch diese Patienten die Transplantierten betreuen wir vorher nachher.

00:13:18: Also wir machen eigentlich so für fast alle Herzerkrankungen können wir alle Therapien anbieten und durchführen.

00:13:28: Allgemein gilt, dass man als Herzinsuffizienzpatient stark eingeschränkt ist.

00:13:33: Wie kann man aber trotzdem wenn man betroffen ist die Lebensqualität so hoch wie möglich halten?

00:13:38: Ja das ist richtig und insbesondere bei der neu diagnostizierten Herzensuffizience haben die Patienten oft länger Symptome die sie mehr und mehr einschränken und die man zuerst auf was anderes schiebt bis man dann drauf kommt okay es ist ein Wasser in der Lunge oder so.

00:13:52: Wenn die Behandlung einmal begonnen hat, kann die Lebensqualität durchaus besser werden und da kann man natürlich auch sehr viel selber beitragen.

00:13:59: Das eine ist, dass Medikamente – das klingt jetzt ganz banal aber es ist ein wichtiger Punkt – Medikamente wirken natürlich nur wenn man sie einnimmt.

00:14:07: Auch das muss man immer wiederholen wobei Patienten mit Herzschwäche haben viele Symptome, die sind meistens sehr motiviert das zu tun.

00:14:14: und das andere ist natürlich ein Training oder eine Reha die wir auch im Umfeld des Klinikums anbieten, aber auch in anderen Orten in Oberösterreich und Österreich möglich ist.

00:14:23: Eine Reha ist ein ganz wichtiger Teil einer Behandlung mit Herzschwäche, weil es eben die Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit zum Beispiel deutlich erhöht.

00:14:33: Wir möchten diesen Podcast doch einige Werte vermitteln, die wichtig sind für die Gesundheit allgemein quasi unter dem Motto New Year numbers Welche Körperwerte sind im Bezug auf das Krankheitsbild der Herzinsuffizienz wichtig?

00:14:46: Und welche Blutdruckwerte gelten als normal, welcher als behandlungsbedürftig.

00:14:52: Also wichtig ist das Körpergewicht – das ist ja relativ leicht.

00:14:56: eine Waage vielleicht eine elektronische Waage würde ich sagen sollte man haben insbesondere wenn man Herzschweiche leidet weil sie auch wichtig ist.

00:15:03: Gewichtszunahmen oder Gewichtsabnahmen ist beides nicht unbedingt gewünscht.

00:15:07: Man soll ein Gewicht haben und wenn man nach Hause geht vom Krankenhaus, dann sollte das übermessige Wasser und Kochseil entfernt worden sein.

00:15:15: Und auf dem Gewicht sollte man eher bleiben sonst müsste man die Medikamente adaptieren.

00:15:19: Der Blutdruck ist natürlich wichtig.

00:15:21: der soll nicht zu hoch oder niedrig sein.

00:15:23: gerade bei Herzschwäche fürchtet man eher den zu niedrigen Blut druck.

00:15:26: aber auch da kann man auch diesen Wert nur in Zusammenschau mit den Symptomen interpretieren.

00:15:33: Für Bluthochduk gilt bei der Arztmessung Hundertvierzig Neunzig als Grenze zur Hypertonie, bei der Selbstmessungen für die Durchschnittswerte Hundertfünfunddreißig Fünfundachtzig.

00:15:44: Die Herzsequenz ist ein wichtiger Aspekt sowohl für Hypertonie als auch für Herzschwäche.

00:15:48: der Puls zwischen Sechzig und Hundert oder Zwischenfünfzig und hundert.

00:15:52: ist so mehr oder weniger okay, wesentlich drunter oder wesentlich darüber wäre es schon wahrscheinlich einmal ein Anlassfall meinen Arzt zu kontaktieren.

00:16:01: Also wenn's nicht erklärbar ist natürlich bei der Belastung habe ich auch einen höheren Puls.

00:16:06: aber weil mein Ruhe ist und ich habe einen Puls von Hundertfünfzig das ist sicher nicht normal.

00:16:11: da sollte den Arzt eingeschalten werden.

00:16:13: Körper Temperatur natürlich kein Fieber Klar, möglicherweise wäre auch die Sauerstoffsättigung in Zukunft interessant.

00:16:20: Also habe ich genug Sauerstoff im Blut.

00:16:22: das hängt dann aber nicht nur mit Herzhören und Lungenerkrankungen zusammen.

00:16:26: Aber das wären so die großen Parameter, die uns interessieren.

00:16:31: Zum Abschluss dürfen wir Sie noch zu einem kurzen Wert bitten!

00:16:35: Mein Herz schlägt für ...

00:16:36: Hypertonie

00:16:38: So tanke ich Energie.

00:16:40: Regelmäßiges Fahrradfahren

00:16:44: Herzmedizin am Klinikum Welskirs Kirchen ist unschlagbar, weil ...

00:16:48: alle für den Erfolg brennen.

00:16:51: Und das sind meine Top drei für die Gesundheit?

00:16:54: Regelmäßige körperliche Bewegung, gutes und gesundes Essen und Freude am Leben!

00:17:00: In diesem Sinne Medizin bewegt – vielen Dank fürs Gespräch Herr Dozent

00:17:04: Weber!

00:17:04: Sehr gerne!

00:17:05: Und ein Danke an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!

00:17:08: Das war der erste Folge von Medizin Bewegt.

00:17:11: Unser Podcast erscheint jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat.

00:17:14: Wir freuen uns, wenn Sie Medizin bewegt abonnieren und zu wichtigen Gesundheitsthemen am Laufenden bleiben!

00:17:19: Bis zum nächsten Mal.

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