Abnehmen mit System: Welche Therapien bei krankhaftem Übergewicht und Adipositas helfen | mit OÄ Dr. Andrea Malzner
Shownotes
In der vierten Folge von „Medizin bewegt“ sprechen Kerstin Pindeus und Renate Gruber mit Dr. Andrea Malzner, Internistin und Mitglied des Adipositaszentrums am Klinikum Wels-Grieskirchen. Sie erklärt, wann Übergewicht krankhaft ist, welche gesundheitlichen Folgen Adipositas haben kann und warum dabei weit mehr als nur Ernährung und Bewegung eine Rolle spielen.
Im Mittelpunkt stehen moderne Behandlungsmöglichkeiten bei krankhaftem Übergewicht: Welche Therapieoptionen haben die Betroffenen? Wie funktionieren die sogenannten Abnehmspritzen und welche Nebenwirkungen können auftreten? Außerdem geht es darum, warum eine individuell abgestimmte Behandlung so wichtig ist und welche Veränderungen im Alltag dabei helfen können, das Gewicht langfristig zu reduzieren.
In dieser Folge erfahren Sie unter anderem: Ab wann Übergewicht als Adipositas gilt und welche Rolle der BMI spielt Welche Ursachen und gesundheitlichen Folgeerkrankungen mit Adipositas verbunden sein können Warum Adipositas eine chronische Erkrankung und keine Frage der Willenskraft ist Wie Patienten im Adipositas-Zentrum interdisziplinär betreut werden Welche medikamentösen, endoskopischen und operativen Behandlungsmöglichkeiten es gibt Wie Abnehmspritzen wirken und welche Nebenwirkungen auftreten können Warum kurzfristige Diäten selten langfristigen Erfolg bringen Welche Rolle Ernährung, Bewegung und hormonelle Veränderungen beim Körpergewicht spielen Wie kleine, dauerhafte Veränderungen im Alltag zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion beitragen können
Jetzt reinhören und erfahren, welche modernen Behandlungsmöglichkeiten es bei Adipositas gibt und warum eine langfristige Gewichtsreduktion vor allem eine individuell abgestimmte Therapie und nachhaltige Veränderungen im Alltag braucht.
„Medizin bewegt“ ist der Gesundheitspodcast des Klinikum Wels-Grieskirchen. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat.
Zur Website: https://www.klinikum-wegr.at/de
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Medizin bewegt, dem Podcast des Klinikum Welskers-Kirchen.
00:00:08: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Österreich ist übergewichtig oder adipös.
00:00:13: Konkret sind es laut österreichischem Gesundheitsbericht von zwanzig vierundzwanzig und aktuellen Eurostatdaten zweiundfünfzig, neun Prozent.
00:00:21: Rund siebzen bis achtzehn Prozent der Erwachsene leben mit Adipositas also mit einem BMI von dreißig oder mehr.
00:00:28: Das entspricht rund ein bis zwei Millionen Menschen in unserem Land.
00:00:32: Besonders aufmerksam macht die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, laut aktuellen Gesundheitsdaten ist bereits fast jedes dritte Kind im Volksschulalter übergewichtig.
00:00:43: Doch was genau bedeutet Adipositas für die Gesundheit?
00:00:47: Welche Beschwerden- und Folgeerkrankungen können damit verbunden sein?
00:00:51: Und vor allem welche Möglichkeiten haben Betroffene ihr Gewicht nachhaltig zu reduzieren um ihre Gesundheit zu verbessern?
00:00:58: Darüber sprechen wir heute mit Dr.
00:01:00: Andrea Malzner, sie ist Internistin und Teil des Adipositaszentrums am Klinikum Wellskriss-Kirchen.
00:01:07: Hier werden Menschen unfassend begleitet – mit ganz unterschiedlichen Therapieoptionen, die wir uns heute genauer ansehen!
00:01:13: Herzlich willkommen, Dr.
00:01:15: Maria Malzler!
00:01:16: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:17: Frau Dr.
00:01:18: Malzners, Sie erleben es täglich in Ihrer Arbeit, mit welchen gesundheitlichen Auswirkungen Adipositas verbunden sein kann?
00:01:25: Gleichzeitig wissen Sie auch, welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen.
00:01:30: Schön dass Sie bei uns sind und Ihr Wissen mit unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern teilen!
00:01:36: Und schön, dass Sie liebe Zuhäuerinnen und zuhörer heute wieder dabei sind – so einem Thema das viele Menschen betrifft und mit zahlreichen Fragen verbunden ist.
00:01:44: Bevor wir gleich tiefer in das Thema einsteigen, wann sprechen wir eigentlich von Adipositas?
00:01:50: Wo liegt genau die Grenze zwischen Übergewicht und Adipositas?
00:01:53: Und welche Rolle spielt dabei der BMI?
00:02:00: Der WMI ist die Abkürzung für Bodymass Index und der beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Oberfläche.
00:02:10: Das heißt, es kann man ganz einfach berechnen aus dem Gewicht und eben der Körpergröße.
00:02:15: Und es ist ein sehr einfacher Screening-Parameter.
00:02:17: je nachdem welche Zahl das sozusagen berechnet wird erfolgt dann die Einteilung ob jemand normal gewichtig übergewichtig oder adipös ist bzw auch die Graduierung der Adipositas.
00:02:28: Natürlich hat der Bodymass Index auch gewisse Limitationen.
00:02:32: Wenn beispielsweise das Körpergewicht aufgrund von einem hohen Muskelmasseanteil höher ist, dann könnte auch der Body mass index falsch hoch sein.
00:02:39: Deshalb wird generell empfohlen besser einen direkten Körper fett Nachweis anzustreben, beispielsweise mittels Bioimpedanz Messung oder wenn es nicht möglich ist einen weiteren anthropometrischen Parameter wie zum Beispiel den Bauchumfang mit zu berücksichtigen weil vor allem des Bauchfetts also sogenannte Viszerale, fehlt ein besonderer Risikofaktor.
00:03:01: Für Folgeerkrankungen ist die mit Übergewicht und Adipositas verbunden sein
00:03:05: können.".
00:03:07: Wir sprechen heute über Adipositas oder Krankhaftes-Übergewicht – das wird ja meistens mit einem ungesunden Lebensstil in Verbindung gebracht!
00:03:15: Ist das tatsächlich die ganze Erklärung?
00:03:17: Oder welche weiteren Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle?
00:03:21: Natürlich hat der Lebensstil eine ganz zentrale Rolle bei der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas.
00:03:27: Wobei mir persönlich in diesem Zusammenhang ganz wichtig ist, dass es keine Willensfrage ist und keine Entscheidung ob man mit Übergewichts- und Adepositas lebt sondern Adipositas eine Erkrankung ist.
00:03:38: Ein großes Problem ist unser sogenanntes Sitzender-Lebensstil.
00:03:42: Wir haben alle eigentlich sitzende Berufe und man spricht schon seit einigen Jahren von Sitzen als dem neuen Rauchen, und ein weiterer Faktor sind die hochverarbeiteten Lebensmittel, die auch dazu beitragen dass jemand übergewichtig oder adipös werden kann.
00:03:56: aber natürlich gibt es noch eine Reihe von vielen anderen Faktoren wie zum Beispiel Medikamente, genetische Faktoren, Umweltfaktoren.
00:04:03: also letztlich kann man diese Frage warum jemand über gewichtig wird nicht so einfach beantworten.
00:04:11: Hier möchte ich gleich noch mal nachhaken, Adipose, das betrifft ja nicht nur das Körpergewicht.
00:04:16: Mich interessiert was passiert jetzt im Körper genau wenn jemand dauerhaft adipös ist und welche Folgeerkrankungen können genau daraus entstehen?
00:04:25: Übergewicht und Adipose, das haben ganz vielschichtige Auswirkungen eigentlich auf fast alle Organsysteme des menschlichen Körpers.
00:04:32: Manche Erkrankungen sind bekannter wie zum Beispiel die Zwei-Diabetes oder Fettschauffetzelstörungen oder auch Herzkreislauferkrankungen über Gewicht und adipose.
00:04:42: Das geht aber auch mit einem erhöhten Krebsrisiko einher bei bestimmten Krebsarten.
00:04:47: Auch bestimmte Formen von Demenz können vermehrt beübergewichtigen unter die pösen Personen auftreten.
00:04:53: Unfruchtbarkeit ist beispielsweise auch ein großes Thema bei jungen Frauen, aber es kann auch zu Schwangerschaftskomplikationen führen wie zum Beispiel Schwangerschaftiabetes oder geburtshilflichen Komplikations.
00:05:05: In Kontinents können sehr großes Problem sein das auch ein gewisses Tabu darstellt und auch psychische Erkrankungen sind ein ganz wesentlicher Faktor die sowohl Folge als auch Ursache für Übergewicht und Adipose da sein können.
00:05:20: Also eine ganze Reihe Frau Dr.
00:05:22: Malzen, Sie leiten ja die Adipositasambulanz der Abteilung für Innere Medizin I. mit welchen Anliegen kommen jetzt Patientinnen und Patienten zu Ihnen?
00:05:31: Gibt es da typische Situationen oder einen bestimmten Punkt an den Menschen sagen Jetzt brauche ich Unterstützung.
00:05:38: Zumeist ist es meiner Beobachtung nach die Limitation im Alltag, die die Patienten zu uns in die Ambulanz bringt.
00:05:44: Also wenn beispielsweise durch das körperliche befinden große Einschränkungen in der Bewältigung von Alltagsaktivitäten bestehen oder aber auch Stigmatisierung kann ein großes Thema sein, beispielsweise am Arbeitsplatz, wenn Menschen keine neue Arbeit finden weil sie aufgrund ihres Körpergewichts diskriminiert werden.
00:06:02: In vielen Fällen ist es aber auch die Folgeerkrankung, Der Grund steht, um sozusagen mit der Behandlung von Übergewicht und Adipositas auch die bereits bestehende Folgeerkrankung zu verbessern.
00:06:17: Am Klinikum Welskers Kirchen gibt es ein eigenes Adipositas-Zentrum – und das ist bereits seit dem Jahr zwei Jahrzehnte zertifiziert.
00:06:25: Wie funktioniert denn dort die Betreuung im Detail?
00:06:28: Und was ist das Besondere an diesem interdisziplinären Ansatz?
00:06:32: Es ist eine gemeinsame Betreuung von verschiedenen Disziplinen, also nicht nur ärztlicherseits aus Chirurgie und innerer Medizin sondern sie nach weiteren Berufsgruppen involviert wie beispielsweise die Dietologie oder auch Psychologie.
00:06:46: Und in der Praxis kann das ganz unterschiedlich gestaltet sein.
00:06:49: Entweder wird ein Patient oder eine Patientin sozusagen von mehreren Disziplinen gleichzeitig betreut, oder aber es gibt auch gemeinsame Fallbesprechungen um eben dann die bestmögliche Therapie oder das Bestmöglichen Therapiekonzept zu erarbeiten.
00:07:04: Und welche Behandlungsmöglichkeiten stehen Ihnen in Ihrem Fachbereich zur Verfügung?
00:07:09: Wir begleiten Sie Ihre Patientinnen und Patienten auf dem Weg zur langfristigen Gewichtsreduktion.
00:07:14: Die hauptsächliche Therapie in der inneren Medizin ist natürlich die medikamentös, also die pharmakologische Therapie letztlich mit den sogenannten Abnehmenspritzen und neu sind endoskopische Verfahren in der letzten Zeit hinzugekommen wie zum Beispiel endoskapische Magenverkleinerungen oder Schleimhaut-Aplationen im Magen die auch zu einer Gewichtsabnahme führen.
00:07:37: Wir sprechen immer wieder von einer maßgeschneiderten Therapie, was bedeutet das jetzt aber konkret?
00:07:42: Welche Faktoren entscheiden darüber welche Behandlung für eine Patientin oder einen Patienten die richtige ist und warum ist hier der individuelle Ansatz so wichtig?
00:07:51: Adipose, das ist eine extrem vielschichtige Erkrankung mit ganz unterschiedlichen Ursachen.
00:07:56: Und wir beobachten in der klinischen Praxis auch ein sehr unterschiedliches Therapieansprechen auf die verschiedenen Therapienangebote.
00:08:03: Es kann zum Beispiel sein dass jemand von den sogenannten Abstimmspritzen nicht sehr gut profitiert und nicht sehr viel abnimmt.
00:08:09: es gibt aber auch Patienten die sich einen baratrischeorgischen Eingriff unterzogen haben und danach wieder Gewicht zunehmen.
00:08:16: Auch die Patientenpräferenz ist ganz wichtig Verfahren für sich ausschließen.
00:08:23: Andere wiederum haben vielleicht eine Spritzenangst, das kann ganz unterschiedlich gelagend
00:08:27: sein.".
00:08:28: Ganz wesentlich ist für mich auch individuelle Ziele zu besprechen und zu vereinbaren, weil da ganz große Unterschiede sein können zwischen den unterschiedlichen Patienten.
00:08:38: Und auch die unterschiedlichen Möglichkeiten und Ressourcen der jeweiligen Person müssen Beachtung finden.
00:08:44: Es macht einen großen Unterschied ob jemand zum Beispiel im Schichtienst tätig ist oder vielleicht alleine erziehend ist unter auch durch Kinderbetreuungsverpflichtungen zeitlich ein gewisses Thema hat, die empfohlenen Lebensstilmaßnahmen umzusetzen.
00:08:58: Sie haben jetzt angesprochen, dass es unter Umständen auch sein kann das Patienten nach der Therapie wieder zunehmen.
00:09:05: Was sind Ihre Erfahrungen nach die Erfolgskriterien damit die angewandte Therapie langfristig Wirkung zeigt?
00:09:11: Vermutlich geht ohne eine Lebensstil an Passung nichts oder?
00:09:15: Genau diese sogenannten Basismaßnahmen sind ganz wichtig und letztlich kann es nur mit einer dauerhaften Umstellung des Lebensstils funktionieren.
00:09:25: Diese Basis-Nasnahmen betreffen eben die Ernährung, die Bewegung und generelles Verhalten und man muss auch bedohnen dass alle Studien zu den verschiedenen Abnehmterapien immer eine intensive Lebensstilmodifikation beinhaltet haben.
00:09:40: das bedeutet der Effekt der Therapie sozusagen ist immer ein zusätzlicher Effekt auf die Lebensstihlveränderungen Und es ist uns ganz wichtig, dass das eben eine dauerhafte Veränderung des Lebensstils sein soll.
00:09:51: Also kurzfristige Diäten sind in der Therapie des Übergewichts eigentlich obsolet und es ist ganz wichtig ,dass es kleine Schritte sind aber eben städtige Schritte wie man so schön sagt und ich finde diesen Zusammenhang ein zitates Albert Einstein zugeschrieben wird eigentlich ganz passend.
00:10:08: die reinste Form des Wahnsinns ist es alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
00:10:14: Möglichst rasch viel abnehmen, das wünschen sich generell immer mehr Menschen und sie folgen dem Hype der sogenannten Abnehmenspritze.
00:10:22: Wir haben ja schon darüber gesprochen aber wie bewerten Sie persönlich diesen Lifestyle trend?
00:10:28: Mir ist es als internistischer Sicht ganz wichtig Das Gewichtsreduktion bei adipose, das eine medizinische Notwendigkeit darstellt und nichts mit einem Leisteldrend zu tun hat.
00:10:38: Wir haben erstmals mit diesen Medikamenten Optionen mit einem günstigen Risiko-Nutzenprofil um Gewicht zu reduzieren Und in diesem Zusammenhang möchte ich auch die ganz klare Indikationsstellung betonen dass diese Spritzen zugelassen sind für Menschen mit Übergewicht und bereits Folgeerkrankungen oder eben an die Pose, das definiert durch den Bodymass-Index.
00:11:02: Diese Abnehmenspritzen sind ja Medikamente, die gezielten Stoffwechsel eingreifen.
00:11:07: welche Nebenwirkungen können auftreten?
00:11:09: Und was sollten Patientinnen und Patienten darüber wissen?
00:11:12: Die Wirkstoffe der Abnimmspritzen sind Darmhormone, also eigentlich körperigene Darm-Hormone die künstlich hergestellt werden und eine verlängerte Wirktauer haben.
00:11:22: Das ist auch der Grund warum sie nur einmal in der Woche gespritzt werden müssen und diese Medikamente setzen zentral im Gehirn an in der Regulation von Appetit und Sättigung.
00:11:32: das heißt man hat weniger Hunger und isst weniger.
00:11:35: was auch positiv beeinflusst wird, ist das sogenannte Food Noise.
00:11:39: Ein englisches Wort, das das Gefühl ständig ans Essen denken zu müssen beschreiben soll.
00:11:45: und diese Medikamente wirken auch direkt auf den Verdauungstrakt.
00:11:48: sie bewirken eine verzögerte Magenentleerung.
00:11:51: man hat dadurch auch mehr Füllegefühl.
00:11:53: aber so erklären sich auch die häufigsten Nebenwirkungen.
00:11:56: das sind in erster Linie Magendam-Nebenwirkung.
00:11:59: Das ist auch der Grund, warum man mit einer niedrigeren Dosis beginnt und dann langsam üblicherweise in monatlichen Abständen die Dosis steigert um ebenso die Verträglichkeit zu verbessern.
00:12:10: Diese Magen-Darm-Nebenwirkungen treten zumeist nur am Anfang auf und eben in dieser Phase der Dosissteigerung.
00:12:18: sie sind zum meist mild und führen in den seltensten Fällen tatsächlich zu einem Therapieabbruch.
00:12:24: aber es ist ganz wichtig die Patientinnen und Patienten hierüber aufzuklären.
00:12:28: Jetzt einmal ganz allgemein gesprochen.
00:12:30: Was würden Sie Menschen raten, die ihr Gewicht langfristig halten möchten oder einfach etwas reduzieren möchten?
00:12:37: Und was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Schritte, dass dies auch im Alter ganz realistisch umsetzbar ist?
00:12:45: Ganz entscheidend ist bestimmt die dauerhafte Änderung der Ernährungsgewohnheiten.
00:12:49: Man sollte möglichst auf hochverarbeitete Lebensmittel verzichten und je nach Möglichkeit eben mehr Alltagsaktivität versuchen in sein Leben einzubauen.
00:12:59: Und welche Rolle spielen unterschiedliche Lebensphasen für das Körpergewicht?
00:13:03: Welchen Einfluss haben beispielsweise hormonelle Veränderungen auf Gewicht und Stoffwechsel.
00:13:09: Das betrifft den erster Linie ja Frauen, die im Laufe ihres Lebens ja verschiedene Phasen von harmonellen Veränderung durchlaufen.
00:13:16: Das beginnt bereits beim monatlichen Zyklus aber vor allem auch Schwangerschafts- und Menopause sind ganz wichtige Phasene mit großen harmonellen.
00:13:25: Eine Auswirkung der Geschlechtsphamone auf Stoffwechsel und Wettverteilung ist bekannt.
00:13:30: Aber letztlich sind es sehr komplexe Zusammenhänge, die auch noch nicht gänzlich verstanden
00:13:35: sind.".
00:13:35: Frau Dr.
00:13:36: Malsner, Sie haben in Ihrem Bereich langjährige Erfahrung.
00:13:39: Abschließend darf ich sie noch um eine persönliche Einschätzung bitten.
00:13:42: Glauben Sie, dass der Anteil der übergewichtigen Bevölkerungen noch weiter zunehmend wird?
00:13:47: Und was müsste passieren, um dem entgegenzuwirken?
00:13:50: Leider ist zu erwarten, dass der Anteil an übergewichtigen und adipösen Personen weiter steigen wird.
00:13:56: Nicht nur in Österreich sondern weltweit.
00:13:59: Ich denke das viele gesundheitspolitische Maßnahmen notwendig sind vor allem im Bereich der Aufklärung und Präventionskampagnen.
00:14:07: Nach meiner Beobachtung nehme ich immer wieder große Defizite bei den betroffenen Personengruppen war Und ich denke das es eine Form der politischen Einflussnahme auf die Lebensmittelverfügbarkeit braucht.
00:14:20: Ob eine Zuckersteuer tatsächlich der richtige Weg ist, sei da hingestellt – das wurde ja bereits in anderen Ländern versucht mit zum Teil nur mäßigem Erfolg.
00:14:30: Es gibt natürlich auch große andere Interessen beispielsweise der Wirtschaft die hier Berücksichtigung finden aber ohne einer politischen Steuerung wird es meiner Meinung nach nicht möglich
00:14:41: sein.".
00:14:42: Vielen Dank, Frau Dr.
00:14:43: Malsner für diese Ein- und Ausblicke!
00:14:45: Und zum Abschluss dürfen wir Sie noch zu einem kurzen Word Drive einladen – vier Stichworte auf die Sie bitte ganz spontan antworten.
00:14:53: An meinem Beruf fasziniert mich...
00:14:56: ...die Vielseitigkeit der Austausch mit anderen Fachdisziplinen unter stetige Fortschritt….
00:15:02: …und bitte ergänze sie nie ohne
00:15:05: meinen Kaffee in der Früh.
00:15:07: Mein persönlicher Gesundheitstipp?
00:15:09: selber kochen, Gemüse gemüse, weniger Obst mehr Gemüsen, weniger tierische Produkte vor allem Fleisch und möglichst keine hochverarbeiteten Lebensmittel.
00:15:21: Und zur Belohnung gibt es bei mir?
00:15:24: Auch ab und zu ein Stück Schokolade.
00:15:26: Das beruhigt uns, oder?
00:15:28: Gut zu wissen!
00:15:29: Danke für das Gespräch Frau Dr.
00:15:31: Malsner und vielen Dank für die wertvollen Infos.
00:15:34: Rundungsrund werden wir jetzt vermutlich etwas differenzierter
00:15:37: betrachten.
00:15:38: Und ein Danke an Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:15:42: Das war eine weitere Folge von Medizin bewegt!
00:15:45: Unser Podcast erscheint jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat.
00:15:48: Wir freuen uns wenn Sie Medizin bewegen abonnieren und zu wichtigen Gesundheitsthemen am Laufenden
00:16:06: bleiben.
Neuer Kommentar